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Premiere 2002 und mehr
Die Österreichischen Traditionsweingüter
zeigten heuer einmal mehr, was in ihnen steckt. In einer strengen
Blindverkostung haben sie jene Weine ausgewählt, die ihr Gütesiegel
– die Verbindung aus Kompassrose und Sonnenuhr – tragen
dürfen. Aus der Dynamik verschiedener Klimaeinflüsse und
der Vielfalt der Böden entstehen Weine mit individuellem Charakter,
die zugleich das große Terroir widerspiegeln.
Alles fließt, aber eins ist fix: Die Weine
der Österreichischen Traditionsweingüter garantieren seit
über zehn Jahren internationale Topqualität. Äußeres
Zeichen für die hohe Eleganz ist das ÖTW-Siegel: Die Sonnenuhr
und der Kompass zählen zu den ältesten Werkzeugen, um
sich in einer komplexen Umgebung von Geologie, Kleinklima und kosmischen
Einflüssen zu orientieren. Die Stellung von Sonne und Mond,
der Wechsel der Jahreszeiten sowie das Spannungsfeld zwischen Tag
und Nacht haben schon immer eine große Rolle gespielt. Geändert
hat sich daran bis heute nichts – wohl aber an der Kompetenz
der Winzer, die dies zu nutzen wissen.
Den ÖTW gehören führende Weingüter
aus den vier Flussregionen Kremstal, Kamptal, Donauland und Traisental
an: Bründlmayer, Dolle, Ehn, Schloss Gobelsburg, Hiedler, Hirsch,
Jurtschitsch – Sonnhof, Weingut der Stadt Krems, Loimer, Geyerhof
– Maier, Malat, Mantlerhof – Mantler, Hermann Moser,
Sepp Moser, Neumayer, Nigl, Ott, Salomon – Undhof, Topf, Dr.
Unger. Sie alle stehen für perfekte Balance aus Tradition und
Innovation, für authentische, noble Weine auf höchstem
Niveau. Sie können es sich leisten, ausschließlich auf
Qualität zu setzen. Und den Luxus, auf ihre Produkte nicht
nur stolz zu sein, sondern auch ein wenig verliebt in sie!
Dabei zu sein bedeutet: Jeder Wein ist einzigartig
und tief verwurzelt im Boden, auf dem die Reben wachsen. Aber alle
Weine haben auch etwas gemeinsam: Die unvergleichliche Frucht und
die zarten, filigranen Aromen entstehen dort, wo die kühle
Luft der nördlichen Hochebene des Waldviertels die Hitze der
Sommertage löscht.
In diesem Jahr noch strengere Auswahl
Die Mitglieder der Traditionsweingüter sehen
es als ihre Verpflichtung, die Charakteristik ihrer Gegend, ihrer
Böden, ihres Klimas, ihrer Sorten und ihrer Keller in den Weinen
zum Ausdruck zu bringen. Ihre Weine legen Zeugnis darüber ab,
woher sie kommen. Damit das so bleibt, verkosten die Winzer ihre
Weine gemeinsam und blind nach strengen Kriterien.
Die Traditionsweingüter haben sich Anfang der
1990er Jahre zusammengeschlossen mit dem Ziel, den Terroir-Gedanken
zu fördern. Mit dem Denkansatz, unterschiedliche Böden,
das Kleinklima verschiedener Lagen und den Einfluss auf die Sorten
präzise zu definieren, schufen die österreichischen Traditionsweingüter
etwas, das es in Österreich vorher noch nicht gab: eine objektive
Klassifizierung der Lagen. Das Bewusstsein, dass große Weine
nur in großen Lagen gedeihen, ist mittlerweile weitgehend
anerkannte Philosophie.
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